Dienstag, 30. September 2008

Ontario Round Trip

MONTREAL – KINGSTON - TORONTO – NIAGARA Falls– OTTAWA – MONREAL

oder auch:


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Besuch aus der Heimat!!! Meine Eltern hatten beschlossen, dass mein Aufenthalt in Canada die perfekte Möglichkeit darstellt auch mal einen Abstecher nach Nordamerika zu machen. Glücklicherweise ist das Unisystem hier anders als in Maastricht, es gibt quasi keine Anwesenheitspflicht. Außerdem hat Bene fast alle Kurse mit mir zusammen, dementsprechend war es kein größeres Problem für mich, einfach mal eine Woche lang mit meinen Eltern durch Ontario zu touren.

Die ersten beiden Tage waren wir auf dem Weg nach Toronto mit Zwischenstops bei den 1000 Islands, Kingston und in irgendwelchen kleinen Käffern zum Übernachten. Das Wetter ließ zu wünschen übrig, so langsam war eben dann doch der Herbst eingekehrt.
Fotos gibts hier:

Ontario Rundreise Part I: 1000 Islands, Kingston

Dann: TORONTO!! Wieder in einer Großstadt und endlich mal Sonne!! Ansonsten ist Toronto wirklich einfach nur groß. Der Blick vom Tower nachts war schon verdammt beeindruckend, man sah wirklich nur Lichter und kein Ende. Die Stadt selber ist einfach nur modern, es gibt kaum historische Gebäude und irgendwie fehlte uns allen so das Flair zwischen den ganzen gläsernen Hochhäuser. Haben uns dann nach einem Tag Powersightseeing auch schnell wieder auf den Weg gemacht in Richtung Niagara Fälle.

Fotos gibts trotzdem ;)

Ontario Rundreise Part II: Toronto

NIAGARA FALLS: geeeeeenial!!!! Gut das Ganze ist natürlich ziemlich touristisch, am Ufer der Fälle sind überall Hotels und Casinos und Restaurants und all so was. Trotzdem sind die Fälle einfach genial, die Wassermassen die da herunterstürzen machen schon was her.

Ontario Rundreise Part III: Niagara Fälle

Nach den Fällen stand dann auch schon die Rückreise nach Montréal an. Diesmal sind wir aber nicht über den Highway, sondern durch die traumhafte (!...) canadische Landschaft gefahren. Dabei haben wir leider das Oktoberfest in Kitchener um ca. eine Woche verpasst, alle anderen im Reiseführer gelobten Aktivitäten waren leider ein wenig enttäuschend. Am Ende der Reise gabs dann noch einen kurzen Abstecher in Ottawa auf dem Parliament Hill und dann gings auch schon wieder zurück nach Montréal.

Ontario Rundreise Part IV: On the road und Ottawa

Montag, 29. September 2008

Tadoussac



Um dem Alltagsleben zu entgehen ging’s auf zum ersten Ausflug seit dem Staaten Trip: Tadoussac, im Norden Quebecs gelegen, ein winziger Küstenort, nur bekannt für eine einzige Attraktion: Walbeobachtung!


Nach viel hin und her gings samstagmorgens um 6 Uhr früh los. Wir waren eine sehr international gemischte Gruppe von 14 Personen: 2 Deutsche, 1 Belgier, 1 Schweizerin und wen wunderts: 10 Franzosen!! Wenigstens bleibt man so in der Sprache. Die Fahrt in den Norden war lang und anstrengend: da nur 2 Leute fahren durften (die Anderen waren entweder nicht alt genug oder hatten den Führerschein nicht lange genug) haben wir 9 Stunden gebraucht und sind nachmittags in Tadoussac angekommen.

Nach einer kurzen Zwischenpause mit Käffchen gings ab auf Biber Tour: 2 Stunden durchs Unterholz um einen See herum mit unserem Führer (liebevoll M. Castor genannt (castor = Biber) nur um den Biberteich zu finden. Dabei gings über Stock und Stein, wir mussten über Bäume klettern, durch Seen waten und dem leichten Nieselregen trotzen nur um am Ende sie zu sehen: les castors!! Es war schon eine lustige Suche nach den Bibern. Abends Abendessen und dann ein wenig Party in einem der Hostel (da gabs Live Musik, warum auch immer). Wir hatten dann die grandiose Idee doch einfach am nächsten Morgen den Sonnenaufgang zu sehen, die paar Stunden Schlaf mehr oder weniger machten es nun auch nicht mehr aus. Tja dummerweise war es schon hell, als wir aufgestanden sind, machte aber nichts, wir sind trotzdem mit dem Auto ans Meer gefahren und der Blick wars wert!

Nach einem reichhaltigen Frühstück stand dann der eigentliche Programmhöhepunkt an: Kajak fahren und hoffentlich Wale sehen. Nach dem Anziehen diverser Neoprenanzüge, Windbreaker, etc und einer Einführung ins Kajakfahren gings ab aufs Wasser. Kajak fahren ist anstrengend. Also für ungeübte Leute wie mich. Leider war es so windig, das wir nicht in die Walbucht hinausfahren durften. Sind dann in eine andere Bucht gefahren und dort war die Strömung so stark, das Natalie und ich voller Verzweiflung eine viertel Stunde lang gepaddelt haben ohne voran zu kommen. Letztendlich haben es aber alle heil wieder an Land geschafft. Da es aber leider keine Wale zu sehen gab (weswegen wir nun mal nach Tadousac gefahren sind) haben wir kurzerhand noch eine Zodiac Tour gemacht. Die war genial: es gab les baleines en masse (Belugas, Buckelwale, Finnwale) und es hat einfach riesen Spaß gemacht mit dem Boot übers Wasser zu heizen auf der Jagd nach Walen!!! Danach gings dann auch wieder zurück nach Montréal, alle vollkommen müde, aber glücklich (Fotos wie immer durchs Draufklicken aufs Foto oben).

Montréal Part I



Das Alltagsleben ist eingekehrt in meinem kleinen, aber inzwischen voll einrichteten (samt Kochplatte UND Kochtöpfen) Heim. Inzwischen herrscht schon fast die Uni und die ersten Schwierigkeiten beim Verstehen des Unterrichts sind längst Vergangenheit (na ja bis so auf eigene Beiträge….Englisch und Französisch auseinander zu halten wenn man selbst etwas sagen will, ist doch noch etwas schwieriger. Zum Glück spricht der Prof beides :-) ). Meine 5 gewählten Kurse sind 2 Wirtschaftskurs (régulation supranationale oder so was in der Art und development economics) sowie ein Politik Kurs (Internationale Beziehungen), ein Demograhieeinführungskurs und ein Deutschkurs.


Ja ein Deutschkurs: Einführung in die deutsche Literatur. Und der Kurs ist genial! Wir sind 11 Leute, 2 Deutsche (Bene und ich), ein Amerikaner und der Rest Quebecois. Gut wir haben einen leichten Vorteil was die deutsche Sprache angeht, aber der Kurs ist nicht ganz so einfach wie er sich jetzt anhört. Die Literatur, die wir lesen, ist durchaus anspruchsvoll (z.B. Döblin oder auch Kafka) und für die Quebecois sicher nicht einfach zu verstehen. Auf jeden Fall herrscht in diesem Kurs eine super Atmosphere, sicher auch weil wir nur so wenige Leute sind und die Anderen sich meist aus dem 1. Jahr schon kannten (das ist ein Zweitjahreskurs) und es macht einfach nur Spaß. Tjoa ansonsten hab ich bisher das Montréaler Tag- und Nachtleben kennen gelernt; hat beides was zu bieten!!! Der Rest der Zeit ist eben Alltag: schlafen, lesen, kochen, Uni, rausgehen… same procedure as every year.

Washington D.C.



Gut, direkt vorweg: nach NYC war Washington verdammt langweilig. Zumindest für uns. Ich inzwischen gelernt, dass dort ne ganze Menge los sein soll, aber gut, wir haben die Party nicht gefunden. Leider.


Also hieß es wieder Sightseeing pur. Nur waren wir nach NYC so in Powersightseeingtrip, das wir innerhalb einen Nachmittags mal eben alle riesen Sehenswürdigkeiten, sprich die beiden Monuments, White House abgeklappert haben (das ist schon ne Strecke zu laufen, alles weitläufiger als man denkt) und uns dann zu Fuß mal eben auf den Weg Richtung Pentagon gemacht haben. Nicht so die brillanteste Idee, der Weg zog und zog sich und am Ende gab’s doch nichts Interessantes zu sehen. Auch eine Erfahrung.

Am nächsten Morgen war dann noch das Naturhistorische Museum und irgendso ein Ding in dem auf jeden Fall die Declaration of Independance und all so was zu sehen war und dann ab in den Washingtoner Tierpark!! Jahaa, Tierpark!! Und ich hab festgestellt, dass ich schon verdammt lange nicht mehr im Zoo war. Das war dann quasi auch schon das Ende des Amerikakurztrips, am nächsten Tag ging’s abends auch schon über Nacht zurück nach Montréal: mit Umsteigen in NYC und einem grandiosen Blick auf die nächtliche Skyline, weiterem Aussteigen und Warten in Albany (so gegen 1 morgens), einem Zwischenstopp beim Duty Free Shoppen um 3 morgens (als ob da ernsthaft irgendwer einkaufen geht) sowie einer verdammt schnellen und angenehmen Grenzkontrolle (ihr wollt hier rein, als Studenten, alles klar. So kann’s auch gehen.).

NYC

I want to be a part of it, New York, New York....

Da nicht klar war inwiefern wir in Montréal Ferien oder die Zeit durch die Gegend zu reisen haben, ging’s direkt nach der Ankunft in Montréal weiter nach New York. Und ich muss sagen die Stadt ist der Hammer!!!!

Die Reise nicht so wirklich, offizielle Fahrtzeit sind zwar nur um die 8 Stunden, hier ist allerdings weder rush-hour in NYC, noch Stau im Allgemeinen, noch irgendeine Wartezeit an der amerikanisch-kanadischen Grenze mit einberechnet. Tjoa und es gab eben alles: 2 Stunden Aufenthalt an der Grenze (woraufhin für 3 Passagiere die Reise in die Staaten leider beendet war), daraus resultierend dann Stau und rush-hour in NYC. Ich glaube alles in allem waren es an die 12 Stunden Busfahrt. Nun, was soll’s.

Glücklich, endlich in NYC angekommen zu sein, ging’s dann auch auf zur Hostel Suche. Wir wussten zwar die Straße, hatten aber das nordamerikanische east und west street System noch nicht ganz verinnerlicht. Natürlich sind wir an der falschen Ubahnstation ausgestiegen und natürlich auch in die falsche Richtung gelaufen. Immerhin haben wir so Teile von Harlem gesehen, in die wir uns sonst vielleicht nie begeben hätte: nur Schwarze um uns herum und dann eben wie man sich das so schön vorstellt: ein Basketballplatz mitten zwischen den Wohnsiedlungen, lauter Schwarze mit Fastfood und überdimensionalen Getränkebecher, die dem Spiel zuschauen, geeeeenial!!!! Das Hostel lag sowieso ziemlich gut, 5 Minuten von der nächsten Ubahnstation entfernt und eben in Harlem, ich glaube in der 128th street. Ab der ca. 78th street gab es meist nur noch 2 Weiße im gesamten Ubahnwagon: Bene und ich. Na ja ich fands sehr, sehr lustig, am Anfang vielleicht ein wenig komisch, aber man gewöhnt sich schnell dran.

Die nächsten beiden Tage stand dann Sightseeing an, so ungefähr alles was man in NYC gesehen haben muss (nein, natürlich nicht, aber wir haben uns zumindest einen groben Überblick geschafft, siehe Fotos (einfach aufs Foto oben klicken, dann gehts zum Album)). Nach 2 Tagen Powersightseeing in NYC hatte ich auf jeden Fall die ersten Blasen an den Füßen und Muskelkater vom Laufen :P. Nach 3 Tagen NYC ging’s dann weiter mit dem Reisen: ab in den Bus und auf nach Washington!!!