Dienstag, 16. Dezember 2008

Weihnachtszeit

Weihnachten naht mit großen Schritten und damit auch leider das Ende meiner Zeit hier. Viel Neues gibt es nicht, die letzten Tage und Wochen hier wurden erst mit Plätzchenbacken, Glühweintrinken und sonstigen Adventsaktivitäten verbracht und seit ca einer Woche ruft nun auch die Uni täglich: Examenszeit.

Heißt nicht, dass nicht auch noch Platz für eine kleine Runde Schlittschuhlaufen und Marshmallows rösten oder das obligatorische Weihnachtsshopping oder eine Fototour durch Montréal bleibt, aber einen Großteil der Zeit nehmen zumindest im Moment dann doch diverse Examen in Anspruch. Aber wie heißt es so schön: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei, ab Donnerstagnachmittag werde ich meine restlichen 3 Tägchen intensivst nutzen (Auf gehts, ab gehts, 3 Tage wach.... )!!!

So hier gibt es noch einmal Fotos von Montréal im Schnee: die Ersten sollten schon bekannt sein, aber einfach geduldig weiterblättern, es gibt auch ganz viele neue von Autos im Schnee, Fahrrädern im Schnee, Bäumen im Schnee, Uni im Schnee, Anne im Schnee, .... im Schnee ;)

Montréal im Dezember

Montag, 8. Dezember 2008

Kalt

Das da links ist mein Fenster. Morgens. Wie ihr seht ist es also ganz schön kalt geworden in Montréal, der Winter hat sich hier so langsam aber sehr sicher breit gemacht. Letzte Nacht waren es laut der Wettervorhersage -20 (ich bin schön mit meinem Heizkisschen ins Bettchen gestiegen) und heute sollen es auch tagsüber -15 werden. Gut, dass ich sowieso den ganzen Tag mehr oder weniger am Schreibtisch verbringen werde, da lobe ich doch die Examen!!!

Gestern, am 2. Advent gabs das 2. Plätzchenbacken inklusive Glühwein, selbstgemacht natürlich. Der freundliche Mitarbeiter im SAQ sprach zwar 3 Worte deutsch, von Glühwein hatte er aber noch nie gehört und fragte dann sehr interessiert, was denn die Zutaten seien. Und auch unsere Deutschkursquébecois guckten erst ein wenig skeptisch, als ihnen auf der Deutsch-Spanischweihnachtsfeier ein Becher Glühwein in die Hand gedrückt wurde (sie waren aber dann doch sehr angetan). Dazu dann allerlei Gebäck, Bratäpfel und gemütliches In-der-Küche-Beisammensein.

Mittwoch steht das erste Examen an, dann kommen ein paar freie Tage an denen ich wohl das Weihnachtsshopping erledigen werde und mich notgedrungen noch ein wenig an die Bücher setzen muss. Und dann tjoa, dann bin ich auch schon fast wieder auf dem Wege in die Heimat, in Richtung Heizung und Christstollen.

Weiter Fotos von Montréal in der Vorweihnachtszeit gibts hier:
Montréal im Dezember

Freitag, 14. November 2008

Québec Stadt

Québec Stadt 14.11

Eines Tages ist mir aufgefallen, dass ich zwar alle weiten Ziele, wie New York, Boston, oder selbst die Gaspésie schon abgeklappert habe, dass aber ein sehr Naheliegendes noch fehlt: Québec Stadt, "nur" 3 Stunden nördlich von Montréal gelegen, ein Katzensprung quasi, eine Ein-Tagestour.

Die wurde dann auch kurzerhand ein Angriff genommen, morgens um 7 los und abends und 12 zurück: ein voll genutzer Tag würde ich sagen. Und Québec ist wirklich nicht weit weg.... eigentlich... wenn man nicht ungefähr 4 mal die richtige Autobahnabfahrt verpasst und deswegen lustig über die Autobahn kreuzt :D. Wenigstens kann man sagen, dass uns auf der Fahrt nicht langweilig geworden ist.

Einmal in Québec angekommen haben wir uns erst einmal auf die Suche nach den Wasserfällen von Montmorency gemacht (die sind sogar höher als die Niagara-Fälle). Im Sommer kann man dann das Auto abstellen und einen Fußweg den Berg hochmachen, um am Ende auf einer Brücke über den Fällen zu stehen. Im Herbst und Winter ist dieser Weg leider offiziell gesperrt. Das hat uns aber nicht weiter groß gestört, wir haben einfach eine lustige Klettertour über allerlei geschlossene Tore gemacht und sind schließlich stolz oben angekommen, nur um dann fest zu stellen, dass es auch eine ganz normale Straße gibt... aber das wäre ja langweilig gewesen!!

Nach soviel Sport war dann eine Runde Kultur an der Reihe: die Besichtigung des Québecer Parlament. Sehr interessant, die Führerin hatte einen schönen Québecois Akzent und überall in diesem Gebäude konnte man den Duft der Souverainté riechen ;) .

Zum Abschluss dann ein Stadtbummel durch Québecs alte Sträßchen. Die Stadt ist echt niedlich, sehr europäisch, man bekam das Gefühl wieder in Europa zu sein, in einer niedlichen französischen Stadt. Außerdem gibts in der Stadt einen Weihnachtsladen, in dem es wirklich alles mögliche für den Tannenbaum zu kaufen gibt!!!

Montag, 10. November 2008

Boston

Boston 6.11.-9.11

Nachdem ich die Examen und auch Halloween gut überstanden habe (wobei Halloween hier echt so ähnlich wie Karneval ist: alle verkleiden sich und das nicht nur als Geister sondern auch als Prinzessin oder so und dann wird gefeiert :) ) gings auch schon wieder ab on the road, ein weiterer USA Ausflug stand an: Boston. Zusammen mit Claudia und Julia gings dann erst mal nach Albany, zu einer weiteren Austauschstudentin aus Maastricht, Coco, die dort ihr Auslandssemester macht und von Albany am nächsten Morgen alle zusammen die letzten Kilometer nach Boston. Gut, wir haben nicht ganz den direkten und schnellsten Weg gewählt, direkt neben dem Highway von Albany nach Boston gibt es nämlich ein Outlet shooping center.... Dort haben wir dann fast den gesamten Tag verbracht und alle fröhlich Geld ausgegeben ... die amerikanische Wirtschaft steht schließlich vor einer Rezession, da muss man doch helfen :)

Mit ein paar Stunden Verspätung sind wir dann auch in Boston, oder eher ca eine halbe Stunde vor Boston, in unserem Hostel angekommen: im College des nächsten Maastrichter Austauschstudenten. Schon praktisch immer von einem Maastrichter zum nächsten zu reisen, spart man sich die Hostelkosten und hat immer direkt jemanden, der Leute und Stadt kennt.
Den Samstag haben wir dann auch in Boston verbracht, Sightseeing pur: einmal den Freedom Walk rauf und runter, auf son komischen Turm gestiegen und durch ne ganze Menge Straßen gelaufen (das Highlight war natürlich das hammergeniale Eis zur Belohnung... siehe Fotos ).

Boston hat mir sehr gut gefallen, es gibt also doch "schöne" amerikanisch Städte... Zumindest besitzt Boston ein paar alte Gebäude (gut alt ist natürlich wieder relativ, aber für Amerika schon sehr alte) und im Herbst ist es echt schön mit den bunten Bäumen überall.

Abends haben wir dann noch ein wenig den Campus unsicher gemacht und sonntags morgens haben wir einen netten Sonntagsspaziergang um einen nahegelegenden See gemacht, danach gings dann auch schon wieder ins Auto und ab in Richtung Canada.

Montag, 27. Oktober 2008

Parc national du Mont Tremblant

Parc national du Mont Tremblant 24-26.10


Nach dem Motto: von der Natur kann man nie genug bekommen, gings direkt nach dem Gaspésie Road Trip auch schon wieder weiter. Und das mit dem direkt ist wörtlich zu nehmen: wir sind Donnerstag Abend aus der Gaspésie zurück gekehrt und Freitag morgens gings dann auch schon wieder los. Diesmal bin ich mit dem deutschen Stammtisch, also vielen Deutschen (die meisten Sprachassistenten) und ein paar Franzosen ein Wochenende in ein Hostel im Parc national gefahren.

Der ist im Gegensatz zu der Gaspésie quasi um die Ecke: nur 2 Stunden mit dem Auto und schon war man da. Dort haben wir dann natürlich gemacht, was man im Nationalpark so macht: wandern und sich an der Natur erfreuen (gut der Golfplatz auf dem wir zwischenzeitlich gelandet sind war auch nicht schlecht), durch Skidörfer laufen, die im Herbst ein wenig ausgestorben sind, abends lecker kochen und essen und danach in der Dorfkneipe ein paar Bierchen trinken. Wir hatten leider ziemliches Pech mit dem Wetter, der Samstag war so verregnet, dass es fast unmöglich war sich draußen aufzuhalten (zumindest im trockenen Zustand) und auch Sonntag war nicht das allerbeste Wetter. Wenigstens konnten wir da aber eine kleine Wanderung im Parc machen und die wunderschöne Aussicht auf einen der viele Seen genießen. Alles in allem war es ein entspanntes Wochenende in der Natur, bevor der Unistress voll und ganz beginnt: 3 Examen in einer Woche, dann Halloween, dann noch ein Examen und dann nur noch schlafen:).

Samstag, 25. Oktober 2008

Road Trip Gaspésie

Tjoa, da aber der Oktober auch ziemlich lang ist und wir außerdem eine Woche offiziell "frei" hatten, haben wir beschlossen weitere Teile Quebecs zu erkunden. Gut, die freie Woche ist eigentlich eine Lesewoche, damit die Studenten allen verpassten Stoff nachlesen können und sich auf die Mid-term Exams vorbereiten können. Aber Examerfahrene Maastrichter Studenten haben so etwas natürlich nicht nötig......... Man kann schließlich auch im Auto lernen :D.
Aber von vorne:

Ziel der Reise: die Gaspésie.


Größere Kartenansicht

Eine Halbinsel im Nord-Osten Quebecs, auf der es eigentlich nichts gibt, außer Natur, Natur, Natur. Macht aber nichts, wir hatten ja sonst nichts zu tun.
Teilnehmer: 3 Deutsche aus Maastricht, eine Französin und eine Schwedin. Das hatte zur Folge, das wir auf der gesamten Fahrt eine bunte Mischung aus französisch, englisch und deutsch gesprochen haben. Wir untereinander haben uns verstanden, Außenstehende müssen vor allem bei dem englisch französisch Misch-masch das Grauen bekommen haben.

Und so sah das Ganze dann im Endeffekt aus:

Road Trip Gaspésie 20.10.-24.10


Wir haben unglaublich viel Zeit im Auto verbracht (immerhin sind wir in 4 Tagen 2200 km gefahren) und haben viel gesehen: Naturparks, tote Elche!!!! (leider keine lebendigen, aber immerhin), Schnee im Oktober (massenweise), verlassene kleine Käffer und zigtausend km Straße. Aber es waren verdammt geniale 4 Tage mit Spaß im Auto, Spaß im Motel und auf der ständigen Suche nach toten Elchen (für mich), Essen (für die Schwedin) und Brot (für die Französin).

Montag, 20. Oktober 2008

Oktober in Montréal

Oktober in Montréal heißt vor allem eins: Indian Summer!!! Bunte Bäume überall, Sonne und langsam, aber stetig sinkende Temperaturen. So stetig, dass wir Ende Oktober auch wirklich den ersten Schnee hier in Montréal hatten. Aber wirklichen Schnee, nicht dieses nasse, fast regenhafte Zeug, sondern Schnee, der auch einfach mal 3 Tage auf dem Boden liegen bleibt. Sehr schön!


Ansonsten gabs im Oktober natürlich auch ein Oktoberfest, mit echten Weißwürstchen, selbstgemachtem Sauerkraut und Schwarzwälder Kirschtorte als Nachtisch und natürlich ganz viel Weißbier (Gut das war quebecer Weißbier. Gibt es, sogar verschiedene Sorten und gar nicht übel). Dazu muss gesagt werden, dass ich in meinem Kurs "Introduction à la littérature allemande" die besten Quebecois überhaupt kennen gelernt habe. Simon-Pierre und Renaud, unsere beiden Keulen, mit denen wir jeden Mittwoch beim deutschen Stammtisch (ein Treffpunkt für Deutsche, Sprachassistenten, Deutschstudenten oder einfach alle Montréaler die deutsch sprechen wollen) die Geheimnissen des Quebecois und der deutschen Umgangssprache ergründen Renaud hat eine 2-jährige Kochausbildung und hat daher freiwillig das Kochen übernommen. Und ich muss sagen es war genial!!! Unglaublich lecker!! Und auch unglaublich viel (ich konnte erst die ganze Nacht kaum schlafen, weil mein Magen so voll war und hab den gesamten nächsten Tag vielleicht einen Apfel und ne Schüssel Cornflakes gegessen....).